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OBJEKTE  - 800 Jahre Ringen  um den Bodenschatz Kupfer haben im Mansfelder Land physische Spuren in Form von „Objekten“ hinterlassen, die direkt oder indirekt im Zusammenhang mit Bergbau und Hüttenwesen stehen, oder auch einfach „nur“ zur  Geschichte des Mansfelder Landes gehören.

Röhrigschacht
Bergwerksbahn
August-Bebel-Hütte
Vitzthumschacht

 

 

Auf unserer Webseite sind die von uns beschriebenen  Objekte zu Komplexen zusammengefasst. Deren Bezeichnung, ebenso wie kurz gefasste Beschreibungen, sollen erste Vorstellungen davon vermitteln, worum es geht und was beim Stöbern vorzufinden sein wird. Wir haben uns dabei für nachstehende Systematik entschieden, die jeweils einem Menüpunkt, also einer Unterkategorie unserer Objekte, entspricht:


•    Schachtanlagen
•    Historische Hütten
•    Hütten des 19. u. 20. Jahrh.

•    Wasserhaltung
•    Transport
•    Walzwerk Hettstedt
•    Bauwerke und Denkmale
•    Kirchen und Schlösser
•    Haldenlandschaften
•    Geotope
•    Karstphänomene
•    Diverse
•    Navigation & Touren

Nach welchen Kriterien die Objekte in diesen Menüpunkten geordnet sind, erläutern wir in den zugehörigen Menüs (rechts) unter dem Punkt "-Systematik-". Diese Systematik ist auch den jeweiligen Objektauflistungen vorangestellt.

Bauwerke und Denkmale

BAUWERKE UND DENKMALE führt zu Erinnerungsstätten an Ereignisse, Personen oder Sachverhalte, also den 

Seilscheibe

Denkmalen – ebenso wie zu Baulichkeiten, den 

 

 

 

 

Alte Bergschule

Bauwerken - , deren Geschichte direkt oder indirekt mit Bergbau und Hüttenwesen des Mansfelder Landes verknüpft ist und die nicht selten selbst Denkmalstatus besitzen und

 

 

 

 

Kronenfriedhof

zu anderen Erinnerungsstätten des Mansfelder Landes, die mit Bergbau,  Hüttenwesen und deren Geschichte verbunden sind.

 

 

 

 

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 Geotope

Die GEOTOPE in unserer Datenbank, also  künstlich, d. h. vom Menschen angelegte  (z. B. Steinbrüche), oder natürlich entstandene Aufschlüsse und Gesteinsformationen erlauben sozusagen „an der Tagesoberfläche“ einen direkten Einblick in typische Gesteinsformationen und Schichtungen, die den Untergrund des Mansfelder Landes bestimmend prägen. Zu finden sind bei uns Geotope, die durch die Rohstoffgewinnung in

Heilige Reiser

Steinbrüchen als Aufschluss freigelegte Formationen zeigen. 

 

 

 

 

Ebenso sind  künstlich, zum Beispiel im Verlauf des Straßenbaus, oder natürlich (beispielsweise in Folge von Erosionserscheinungen) freigelegte

Kupferschieferflöz

Aufschlüsse und Anschnitte erfasst.

 

 

 

 

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 Haldenlandschaften

Typische Spuren früher Bergbautätigkeit sind unsere HALDENLANDSCHAFTEN. In dieser Kategorie vereint sind

Burgörner-Welfesholz

Kleinhaldenkomplexe, die Zeugnis vom Beginn der Erzgewinnung im Mittelalter ablegen und

 

 

 

 

Froschmühlenstollen

Halden entlang des Verlaufes von Stollen, die sich wie Perlen an einer Schnur aufreihen. Diese Stollen wurden in der Zeit vom 16. Bis zum 19. Jahrhundert zur Beherrschung der unterirdischen  Wasserzuflüsse aufgefahren. Die den Halden zugehörigen Schächte dienten beim Stollenbau als  Lichtlöcher zur Wetterführung. Teilweise wurden sie dann auch zur Erzförderung genutzt.

 

 

 

Im Bereich der Haldenlandschaften, aber auch an anderen Stellen, zu denen Sie die Kupferspuren führen (siehe GEOTOPE und KARSTPHÄNOMENE), können Sie auf so genannte Pingen treffen. Das sind Vertiefungen, die durch den Einsturz alter Tiefbaugruben entstanden, die in geringer Teufe betrieben wurden. Sie sind die an vielen Stellen im Mansfelder Land zu findenden ältesten Spuren mittelalterlichen Bergbaus.

Einen ersten Eindruck von der Vielfalt an Erscheinungsformen der Bergbauhalden im Mansfeldschen und der daraus ableitbaren Hinweise auf die Entwicklung der  Erzgewinnung vermittelt eine "Exkursion durch die Mansfelder Haldenlandschaften". Sie erfahren nicht nur Interessantes über die in dieser Kategorie beschriebenben Halden, sondern es werden auch Flachhalden des 19. und 20. Jahrhunderts und der Haldenkomplex einer ehemaligen Großschachtanlage vorgestellt.

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Historische Hütten

Spuren zu Orten der Erzverarbeitung, die in der Anfangsphase in der Regel in unmittelbarer Nähe der Grube erfolgte, finden Sie in unserer Aufstellung nicht. Mit dem Vordringen in größere Tiefen rückten die Schächte weiter auseinander und ihre Förderleistung stieg. Die Hütten mussten leistungsstärker werden und folgten ebenfalls einem Konzentrationsprozess zu weniger Standorten hin.
Die Kategorie

  
Oberhütte um 1830

HISTORISCHEN HÜTTEN beschreibt  Stätten, an denen beginnend etwa mit dem 15. / 16. Jahrhundert das Kupfer erschmolzen wurde. Von vielen dieser Hütten sind heute nur noch die Schlackenhalden und wenige bauliche Reste zu finden.  
Einige Standorte aus dieser Frühzeit wurden im Zuge des Konzentrationsprozesses weiterentwickelt, erweitert und um neue Technologien bereichert neben den beiden Mansfelder Großhütten bis in das 20. Jahrhundert hinein betrieben als die – HÜTTEN DES 19. UND 20. JAHRHUNDERTS.

In "MANSFELD Die Geschichte des Berg- und Hüttenwesens" Band I (Seiten 207/208) wird zur Historie ausgeführt: "Wie die Anfänge des Bergbaues, so sind auch die Anfänge der Verhüttung des Kupferschiefers in Dunkel gehüllt. Es ist nur eine Vermutung, dass nach der sagenhaften „Hettstedter Entdeckung" sich Abbau und Verhüttung des Schiefers schnell entfaltet und auf das Gebiet um Mansfeld und Eisleben ausgedehnt haben. Manche Bearbeiter nehmen aufgrund angeblich fehlender Belege allerdings einen über 200 Jahre währenden Stillstand der Kupfergewinnung im Anschluß an die „Entdeckung" an. Da jedoch aus der Mitte des 14. Jahrhunderts urkundliche Nachrichten zur Kupferschieferverhüttung vorliegen, diese Epoche aber wegen Pest und verheerender kriegerischer Auseinandersetzungen im Mansfelder Raum nur sehr ungünstige Bedingungen für eine wirtschaftliche Tätigkeit bot, darf angenommen werden, daß auch zuvor, im 13. und im ersten Drittel des 14. Jahrhunderts und bei nicht schlechteren äußeren Bedingungen, Kupferschieferabbau und -verhüttung lebensfähig waren. Sicher hingegen ist, daß Abbau und Verhüttung des Schiefers sich gegenseitig bedingen, das Eine ohne das Andere nicht möglich ist, und ebenso steht fest, dass mit Beginn des Kupferschieferabbaus um 1200 die Verhüttung in der Weise stattgefunden hat, wie sie aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts mit ausreichender Genauigkeit bekannt ist; eine andere Möglichkeit gibt es nicht.

Daraus ergeben sich einige Erkenntnisse zum vermuteten Ablauf der ersten Phase der Kupferschieferverhüttung, wobei bedeutsam ist, dass die ältesten urkundlichen Belege nicht den Bergbau, sondern die Verhüttung betreffen. So werden

  • 1342 die Hütte zu Heiligenthal,
  • zwischen 1320 und 1360 (die Urkunde läßt sich nicht eindeutig datieren) „Eisleber Kupfer",
  • 1367 eine Schmelzhütte bei Eisleben,
  • 1384 eine Hütte zwischen Wimmelburg und Eisleben
    • und ein ehemaliger (Kupfer?-)Hammer „über der Klippe" (Eisleben)
  • 1387 zwei Hütten der Hettstedter Hüttenmeister an der Eine sowie
  • 1430 ein „Hüttenhof“ in der heutigen Innenstadt Eislebens

genannt."

Der Artikel "Die Mansfelder Hüttentechnologie im Spiegel der Jahrhunderte" vermittelt einen Überblick über diese Entwicklung von den Anfängen bis in die Neuzeit aus Sicht der Veränderungen von Technik und Technologie.

Ein Klick auf das Bild der Oberhütte öffnet eine Karte mit historischen Hüttenstandorten. (Übernommen aus MansfeldBand I - Seite 217  und auf eine OpenStreetMap übertragen - Angaben ohne Gewähr.)

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Hütten des 19. und 20. Jahrhunderts

Spuren zu Orten der Erzverarbeitung, die in der Anfangsphase in der Regel in unmittelbarer Nähe der Grube erfolgte, finden Sie in unserer Aufstellung nicht. Mit dem Vordringen in größere Tiefen rückten die Schächte weiter auseinander und ihre Förderleistung stieg. Die Hütten mussten leistungsstärker werden und folgten ebenfalls einem Konzentrationsprozess zu weniger Standorten hin.
Die Kategorie HISTORISCHEN HÜTTEN beschreibt  Stätten, an denen beginnend etwa mit dem 16. Jahrhundert das Kupfer erschmolzen wurde. Von vielen dieser Hütten sind heute nur noch die Schlackenhalden und wenige bauliche Reste zu finden.  
Einige Standorte aus dieser Frühzeit wurden im Zuge des Konzentrationsprozesses weiterentwickelt, erweitert und um neue Technologien bereichert neben den beiden Mansfelder Großhütten bis in das 20. Jahrhundert hinein betrieben als die –

Kochhütte

 

HÜTTEN DES 19. UND 20. JAHRHUNDERTS.

Der Artikel "Die Mansfelder Hüttentechnologie im Spiegel der Jahrhunderte" vermittelt einen Überblick über diese Entwicklung von den Anfängen bis in die Neuzeit.

 

 

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Karstphänomene

In unseren KARSTPHÄNOMENEN zeigen wir die Auswirkungen des Zusammenspiels von wasserlöslichen Gesteinen im Untergrund mit Wasser. Lösungserscheinungen in Nähe der Erdoberfläche  - natürlich  oder gelegentlich auch durch die Wasserhaltung des Bergbaus erheblich beschleunigt führen zu Hohlraumbildungen mit nachfolgenden Einstürzen. Diese manifestieren sich in Form von

Neckendorf

Erdfällen und Senkungen an der Tagesoberfläche.

Zu finden sind hier auch Austrittsstellen von mit Salz angereichertem Wasser in Form von

 

 

 

Röblingen

Salzquellen und -sümpfen.

Aber auch andere

 

 

 

Volkstedt

Karstformationen, wie Spaltenzone,  Bachschwinden und Talbildungen sind ebenso dem Wirken des Wassers im Karst geschuldet.

 

 

 

 

Der Beitrag "Der Zechsteinkarst und sein Einfluss auf den Mansfelder Kupferschieferbergbau" vermittelt -  insbesondere in seiner Langfassung -  auch ein recht gutes Bild von den oberflächennahen Auswirkungen des Zusammenspiels von Karst und Wasser im Sangerhäuser und im Mansfelder Bergbaurevier.

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Kirchen und Schlösser

KIRCHEN UND SCHLÖSSER sind gut geeignet, einen Einblick in die Lebensumstände der Herrschenden aber auch des einfachen Volkes zu geben. So auch im Mansfelder Land. Die in dieser Kategorie zu findenden

Schloss Mansfeld

Schlösser

waren Sitz der Mansfelder Grafen, diese waren im Mittelalter Herren über Bergbau und Hüttenwesen, oder sie sind anderweitig prägend für das Bild der Region.

 

 

 

St. Andreas

In den Kirchen

des Mansfelder Landes trifft man gelegentlich auf handfeste Dinge mit direktem Bezug zu Bergbau und Hüttenwesen – in der Geschichte dieser sakralen Bauwerke spiegelt sich aber immer die vom Montanwesen geprägte Historie der Region wider.

 

 

 

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