GEOLOGIE - [236] Fossilien


GEOLOGIE - Fossilien des Kupferschiefers


In der Zechsteinzeit drang ein flaches Meer aus dem Bereich der heutigen Nordsee nach Mitteleuropa vor und überflutete weite Teile Deutschlands, Polens, Dänemarks, der Niederlande und Englands. Zu den Basissedimenten dieses Zechsteinmeeres gehört auch der Kupferschiefer. Er entstand als Faulschlammbildung in einem schlecht durchlüfteten Meer, das reich an Schwefelwasserstoff war. Bedingt durch den Schwefelwasserstoffgehalt einerseits und den Sauerstoffmangel anderer seits gingen die in diesem Meer vorhandenen Lebewesen, vor allem Fische und die in das Meer eingespülten oder eingewehten Pflanzen, zugrunde. Die abgestorbenen Lebewesen und Pflanzen sanken auf den Meeresboden und wurden dort im Schlamm eingebettet. Seine heutige Form erhielt der Kupferschiefer, einschließlich seiner Fossilabdrücke, dann durch die Verfestigung des Faulschlammes in den nachfolgenden geologischen Perioden durch die Druckwirkungen seiner hangenden Schichten. Seit Beginn des Bergbaus stießen die Bergleute beim Abbau des Kupferschiefers auf Pflanzen- und Tierabdrücke. Lange bevor geologische und metallogenetische Fragen - z. B. im Hinblick auf die Genese des Kupferschiefers und die Herkunft der Metalle - eine wesentliche Rolle spielten, gaben diese Abdrücke Anlaß zu Diskussionen und haben die Aufmerksamkeit der Gelehrten auf sich gelenkt. (Quelle: MansfeldBand 1)

Die dem Band 1 der Reihe  "MANSFELD Die Geschichte des Berg- und Hüttenwesens" entnommenen Bilder zeigen beispielhaft, mit welcher Vielfalt an Fossilien der Mansfelder Kupferschiefer aufwarten kann. So mancher Besucher unserer Seite besitzt vielleicht selbst noch so einen "Fischabdruck" als Erinnerung an den Mansfelder Bergbau.

Palaeoniscum freieslebeni
Platysomus gibbosus
Pygopterus humboldti und Dorypterus hoffmanni

 

 

 

 

 

 

Sphenobaiera digitata
Ullmannia frumentaria
Callipteris martinsii

 

 

 

 

(03/2024)

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