NUMISMATIK - [234] Notgeld der Mansfeld AG


NUMISMATIK - Notgeld der Inflationszeit 1918 bis 1923


Bei der "Mansfelder Kupfcrschieferbauenden Gewerkschaft" lag bereits 1916 die Zustimmung vor, eigenes Notgeld als Kleingeldersatz herauszugeben. Bei der Auszahlung der Pfennigbeträge der Löhne der Berg- und Hüttenarbeiter waren bis Mitte 1917 derartige Münzen im Gesamtwert von 4840.- Mark in Umlauf gebracht worden. Ein Jahr später folgten noch einmal vier Münzen im Gesamtbetrag von 100.000.- Mark. (Ein Bild der 50 Pfennig- Münze findet sich zum Beispiel im Münzkatalog-Online.)

Bald war aber nicht mehr nur der Mangel an Kleingeld das alleinige Problem. Pfennige spielten infolge des Fortschschreitens der inflatorischen Geldentwertung bei Lohnzahlungen ohnehin kaum eine Rolle mehr. In den Folgejahren wurden offizielle Geldscheine immer mehr zur Mangelware. Die ersten Notgeldscheine der "Gewerkschaft" erschienen 19l8/1919. Es wurden Scheine im Wert von einer, zwei, fünf, zehn und zwanzig Mark mit braunem Unterdruck ausgegeben. Es folgten bis 31.01.1919 Scheine mit grünem Unterdruck. Hergestellt wurden sie von der Druckerei Liesegang. Kassel.

Der vollständige Beitrag zum Notgeld der Mansfelder Region von Dr. Rudolf Mirsch wurde 1998/1999 im Mansfeld-Echo veröffentlicht. Den Ausgaben 6/1998 und 1/1999 sind auch die hier wiedergegebenen Informationen entnommen.

(03/2024)

 

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