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Tour 09 - Auf dem Bergbaulehrpfad II

Lichtloch 11

Lichtloch 11 ist das nördlichste LL auf dem querschlägigen Teil des Seegen-Gottes-Stolln. Es wurde 1854-1856 im Querschnitt 3,4 x 1,7 m bis auf 206,9 m geteuft und steht bei 4,9 km nördlich vom Mundloch bzw. 0,3 km (südlich) vor dem Erreichen des Kupferschiefers. Es erreichte im Schacht nicht den Kupferschiefer, sollte aber später bis dorthin weitergeteuft werden.
Der Schacht ist verfüllt, der Seegen-Gottes-Stolln liegt unter der westlichen Teilhalde des Lichtloches. Der Seegen-Gottes-Stolln ist 1830 an seinem Mundloch westlich von Sanger-hausen worden und erreichte 1854 das Kupferschieferflöz am Carolusschacht. Der Durchschlag zwischen dem vom Mundloch her vorangetriebenen Stollenteil und dem Gegenortbetrieb vom Carolusschacht her erfolgte in der Nähe des LL 11. Vorher musste der Betrieb einige Monate eingestellt werden, weil die in diesem Bereich angetroffene Schlotte (heute: Marienglasschlotte) erst entwässert werden musste. Bei diesem Vorgang versiegte eine in Großleinungen vorhandene Quelle. Mit dem Durchschlag des Stollens konnte am Carolusschacht die Wasserbalanceförderung in Betrieb genommen werden.


Trichter des LL 11 (Foto Sauerzapfe - 2019)


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