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Tour 07 - Morungen - geologisch- montanhistorische Wanderung

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Die gezeigte Wegstrecke ist nur als Anregung für eine Wanderung gedacht. Letztlich bleibt es jedem selbst überlassen, welche Stationen er für einen Besuch auswählt und auf welchem Weg er sie anläuft.

MORUNGEN

Morungen ist ein kleiner Ort am Südrand des Harzes mit ca. 200 Einwohnern. Urkundlich bekannt ist das Dorf seit 899 (Hersfelder Zehntregister). Der Ort war immer von Land- und Waldwirtschaft geprägt. Auch der Bergbau gab vielen Einwohnern ihr Auskommen. Er ist hier etwa seit dem 11. Jahrhundert bekannt. Eine Blüte erlebte er im 16. – 18. Jahrhundert, um dann einzugehen.

Der Altbergbau bei Morungen
(Bergbauriss - mit OpenTopoMap überlagert)

Der Neubeginn des Kupferschieferbergbaus im Revier Sangerhausen nach 1945 gab wieder vielen Morungern Beschäftigung.
Der Ort war viele Generationen beherrscht von der Familie derer von Eberstein, später von Eller-Eberstein. Unter ihrer Herrschaft entstand hier zunächst die „alte Morungsburg“ westlich des Ortes, später die „Neue Morungsburg“ auf dessen Ostseite. Von beiden sind nur noch Reste erhalten. Das Ende des 19. Jh. vom damaligen Besitzer erbaute „Neue Schloß“ wurde 1945 enteignet und diente bis 1990 als Ferien- bzw. Genesungsheim. Heute ist es nicht mehr zugänglich.
Im Ort ist zu erwähnen die Kirche St. Nicolai mit davorstehender alter Linde. Das gilt auch für den „Sockenbaum“, der am Ortseingang von Osten her oberhalb der Straße steht und früher den Frauen der heimkehrenden Bergleute als Warteplatz oder dem zum Tanz in Morungen erscheinenden Jungvolk der Umgebung zum Tausch der beim Anmarsch durchnässten „Socken“ diente.
Bekannt ist der Ort Morungen neben seiner ihn umgebenden schönen Landschaft vor allem durch den mittelalterlichen Minnesänger Heinrich von Morungen (etwa 1150 bis etwa 1220). Ein Erinnerungsstein an ihn steht an der Thomaskirche in Leipzig.


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