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Tour 05 - Im Sangerhäuser Bergrevier

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Station 09: Halde im Brühltal

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Halde im Brühltal (Foto P. Sauerzapfe)

Mit dem Teufen des Thomas-Münzer-Schachtes (damals Schacht Sangerhausen) 1944 fiel Gestein (Berge) an. Schon vorher mussten die Gesteinsmassen, die bei der Schaffung des Schachtplanums anfielen, beseitigt werden. Sie wurden am Nordhang des Schachtplateaus ins Brühltal verstürzt. Die Halde im Brühltal war bis 1956, als die Halde Hohe Linde in Betrieb ging, in vollem Betrieb, danach nur noch gelegentlich bei Störungen, z.B. auf der Hohen Linde. Sie bedeckte etwa 5 ha Fläche mit ca. 1,5 Mio. t. Heute ist sie z.T. abgefahren worden bzw. wird als Lagerplatz für Baustoffe genutzt. Die Höhe über Gelände betrug 23 m. Der Grund für die Verlegung der Halde aus dem Brühltal zur Hohen Linde war der schon vor dem 2. Weltkrieg durch das Brühltal geplante Bau der Autobahn (heutige A 38) und die befürchtete Beeinflussung des Brunnens 1 des Wasserwerks Sangerhausen, der damals die Versorgung der Stadt besorgte.

Das Brühltal wurde noch in historischer Zeit von einem Nebenarm der Gonna durchflossen. Die Verlegung der Gonna in das heutige Bachbett im Stadtgebiet ist das Ergebnis der Zerstörung des Staßfurtsteinsalzes an seiner nördlichen Verbreitungsgrenze durch subrosive Vorgänge.


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