Bergbau auf Kupfer im 20. Jahrhundert

DIE FÖRDERUNG

Elektrische Zahnradbahn

Die in den Sohlen zusammengestellten Züge werden mit Seilbahn oder E-Loks zu den Flachen gebracht. Auf überhöhten Rampen laufen die Wagen selbsttätig dem Flachen zu. Mittels Seilbahnanlagen mit modernen Schuhkettenmaschinen gelangen die Förderwagen durch die Flachen zur Hauptfördersohle, um hier mit E-Loks zum Schachtfüllort gefahren zu werden. Die Förderung in den Flachen erfordert einen hohen Arbeitskräfteaufwand und einen großen Bestand an Förderwagen zum gleichmäßigen Behang der Flachen. Außerdem brauchen die Strebbelegschaften viel Zeit, bis sie ihren Arbeitsplatz erreichen, und die Fahrung in den Flachen strengt an. So wurden zunächst Seilbahnen für Personenförderung gebaut, um die Wegzeiten zu verkürzen. Heute bringen auf dem Fortschrittschacht elektrische Zahnradbahnlokomotiven von 170 kW Leistung die Förderung aus der 13. Tiefbausohle zur Hauptförderstrecke und transportieren die Bergleute in Personenzügen bis zu ihrem Arbeitsplatz. Auf dem Otto-Brosowski-Schacht löst ein 2,6 km langer Querschlag vom Schacht zu den Bau-Feldern dieses Förderproblem. Die Schächte sind mit leistungsfähigen Schachtfördermaschinen ausgerüstet. Entsprechend der großen Teufe der Schächte wird auf allen Hauptschachtanlagen Treibscheibenförderung (Koepeförderung) mit mehretagigen Gestellen angewendet. Das Beschicken der Fördergestelle ist weitestgehend mechanisiert und die schwere körperliche Arbeit am Schacht unter und über Tage ausgeschaltet.

Durch entsprechende Signal- und Sicherheitseinrichtungen wird die Sicherheit der Bergleute gewährleistet. Alle Maßnahmen unterliegen der Kontrolle der Sicherheitsinspektion. Die Sorge um die Sicherheit und Gesundheit der Menschen ist oberstes Gebot bei allen Arbeiten, Jährlich werden große Mittel für Arbeitsschutz und technische Sicherheit in unseren Schächten aufgewendet.

Elektrische Fördermaschine (Koepeförderung)

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