2. FEINHÜTTE 2.0 - Kupferraffination und Anodenherstellung


Prozess der Herstellung von Anoden für die Kupferelektrolyse - Raffination des Schwarzkupfers und Gießen in Kokillen


HERSTELLUNG VON KUPFERANODEN   

Ausheben der Anoden aus den Gießformen

Das Schwarzkupfer wird, bevor es zu Anoden vergossen werden kann, durch einen Raffinationsprozeß von den noch vorhandenen Verunreinigungen weitgehendst befreit. Zu diesem Zweck werden die in der Bessemerei gegossenen Schwarzkupferblöcke in Kupferflammöfen eingesetzt und eingeschmolzen. Diese mit Halbgasfeuerung versehenen Raffinieröfen fassen 50-60 t Schwarzkupfer. Ein großer Teil der Verunreinigungen wird nach dem Einschmelzen mittels Luft oxidiert und in Form von Schlacke oder Krätze vom flüssigen Kupferbad abgezogen.
Da bei diesem Prozeß auch das Kupfer teilweise aufoxidiert wird, schließt sich der Oxidation die Reduktionsperiode, das sogenannte Polen, an. Das Reduzieren des gebildeten Kupferoxiduls erfolgt durch Eindrücken von Holzstangen (Polstangen) in das schmelzflüssige Bad. Der Sauerstoffgehalt im Kupfer sinkt dabei bis auf 0,03-0,05 Prozent. Nach Beendigung des Raffinationsprozesses wird das Kupfer in kupfernen Kokillen zu Anoden vergossen mit 98,5-99,0 Prozent Cu.

Aus „Die Gewinnung und Verarbeitung des Mansfelder Kupferschiefers“ (Herausgegeben vom VEB Mansfeld Kombinat) 

(Stand 01/2019)

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