[100] Talsperre Wippra

Objektbeschreibung

Talsperre Wippra (Archiv Dr. Müller)

Die Talsperre Wippra hatte den Hochwasserschutz für den Ort Wippra und gleichzeitig die konstante Versorgung der metallurgischen Betriebe im Hettstedter Raum mit Brauchwasser abzusichern.

Das Entstehen dieser  1952 nach 2 Jahren Bauzeit in Betrieb genommene Talsperre als letztes künstlich angelegte Wasserreservoir im Südharz ist somit in unmittelbarem Zusammenhang mit der 800jährigen Geschichte des Mansfelder Bergbaus sowie der Arbeit der Hütten und der Verarbeitungsbetriebe zu sehen. Die Talsperre war ursprünglich nur als Vorsperre gedacht; die eigentliche Hauptsperre ist damals nicht mehr gebaut worden.

Die Talsperre ist quasi die größere „Schwester“ des Vatteröder Teiches, der, abgesehen von der Stromerzeugung, mit gleicher Zielsetzung vor 150 Jahren angelegt  wurde.

Da die Sperre, wie das Aprilhochwasser 1994 zeigte, eine nur geringe Hochwasserschutzwirkung hat, entsteht zur Zeit (2018) ein „grünes“ Hochwasserrückhaltebecken oberhalb des Ortes Wippra im Wippertal vor der Deichdammbrücke. Errichtet wird dazu ein ca. 190m langer, geschütteter Damm mit einem Durchlassbauwerk in der Mitte. Das geplante Rückhaltevolumen beträgt 4,25 Mio. m³.


Weitere Informationen

  • Standortbeschreibung:

    Die Talsperre liegt westlich vom Luftkurort Wippra und ist über die Eckardstraße durch das Wippertal nach ca. 2,5km zu erreichen.

    Die Staumauer kann von vorn aus einer Entfernung von ca. 100m hinter einer Absperrung betrachtet werden. Ein Rundweg, teilweise ausgebaut als Naturlehrpfad führt in Ufernähe oder über den Höhenzug mit Blick auf die Sperrmauer und die Wasserfläche rund um die Talsperre. Im Nahbereich des Ortes Wippra gibt es zahlreiche Erlebnishöhepunkte und Wandermöglichkeiten.

      

  • Geodaten:
    51°33'59.73"N 11°12'20.37"E
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