[046] Mundloch des Erdeborner Stollens


    1756 begonnener Stollen dessen Mundloch östlich von Erdeborn am Südufer des ehemaligen Salzigen Sees liegt.



    Objektbeschreibung

    Ausschnitt aus der historischen Generalkarte von 1857, erstellt von von Oberbergamts-Markscheider Christoph Brathuhn (1822-1861)

    Weil die Mauerung im Querschlag des Froschmühlenstolln zu verbrechen drohte und deren Reparatur durch starke Wasserführung im Querschlag verhindert wurde, sollte ein neuer, vom Südufer des ehemaligen Salzigen Sees heran getriebener Stolln mit dem südlichen Feldort des Froschmühlenstolln verbunden werden und dessen Wasser abführen.

    Von 2800m Querschlag durchfahren 1500m schwimmendes Deckgebirge. Der Querschlag ist durchgehend mit Mauerung ausgebaut.

    Als das Ziel nach 44 Jahren erreicht war, war die Mauerung im Querschlag des Froschmühlenstolln so weit stabilisiert worden, dass sich der ursprüngliche Zweck des Erdeborner Stolln eigentlich erledigt hatte.

    Aus seinem 23. Lichtloch wurde ein Querschlag zum Kupferschieferflöz und aus diesem der südliche Stollnflügel mit den Lichtlöchern I, II und III um den Südostrand des Hornburger Sattels aufgefahren, welcher den Kupferschiefer stark gestört und unbauwürdig antraf.


    Zahlen und Fakten

    • Mundlochhöhe über NN: 89,5 m
    • Länge bis Lichtloch 30: 4.722 m
    • Kosten bis Lichtloch 30: 160.000 Taler
    • Länge südlicher Stollnflügel: 1.730 m

    Zeittafel

    [046] Zeitpunkt bzw.  von  bis Ereignis
      1756   Anhauen des Erdeborner Stolln
           
      1790   Nach 4722 m Auffahrung mit 30 Lichtlöchern Flöz erreicht
           
      1790 1794 Aus LL 37 F Bärlochsohle als Gegenort aufgewältigt
           
      1800   Feldort Erdeborner Stolln schlägt mit Bärlochsohle durch
           
      1812   Erste Salzwasserzuflüsse des Mansfelder Bergbaus im Erdeborner Stolln
           
      1831 1854 Otterberger Querschlag aus LL 23 E und südlicher Stollnflügel mit Lichtlöchern I, II und III aufgefahren.

     

    (Letzte Aktualisierung: November 2018)

    Weitere Informationen

    • Standortbeschreibung:

      Das Mundloch ist östlich Erdeborn am Südufer des ehemaligen Salzigen Sees zu finden.

    • Geodaten:
      51°28'18.22"N 11°38'40.62"E
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