[136] Haldenlandschaft Schloss Mansfeld

Objektbeschreibung

Pinge im unmittelbaren Bereich des Ausgehenden (Foto Dr. S. König)

Diese Pinge verdankt ihre Erhaltung dem Umstand, dass sie am Waldesrand liegt. Nur dadurch ist sie erhalten geblieben. Die ehemals südlich vom Waldesrand liegenden Pingen wurden, wie an vielen anderen Stellen, verfüllt und eingeebnet. Sehr deutlich zeichnet sich ihre nicht mehr augenscheinliche Existenz durch Vegetationsschäden, besonders in der jungen Saat aus.

Anstehender Bankkalk in unmittelbarer Nähe der Pinge (Foto Dr. S. König)

In unmittelbarer Nähe der beschriebenen und abgebildeten Pinge ist die Bankkalkzone des Zechsteinkalks an der Tagesoberfläche aufgeschlossen. Vermutlich liegt an dieser Stelle das Kupferschieferflöz ca. 2 bis 4 m unter dem heutigen Geländeniveau.

Pingenlandschaft im Bereich des Ausgehenden (Foto Dr. S. König)

Eine zeitliche Datierung des Kupferschieferabbaus in dem Bereich am Schlossberg Mansfeld, welches später als „Revier XX-Thiergarten“ geführt wurde, liegt nicht vor. Es wird in der Literatur als eines der „Ursprungreviere“ des Mansfelder Kupferschieferbergbaus angesehen.

Gipssteinbruch in der Pingenlandschaft (Foto Dr. S. König)
Gipssteinbruch in der Pingenlandschaft (Foto Dr. S. König)

Durch eine tektonische Störungszone bedingt, stehen in der Pingenlandschaft oberflächennah Gipsgesteine und ihre Auslaugungsrückstände an. Der Gips wurde in diesem Steinbruch gewonnen und vermutlich beim Bau des Schlosses Mansfeld verwendet.

Ausschnitt aus der Geologischen Karte von Preußen
und benachbarten
deutschen Ländern; Blatt Mansfeld– Herausgegeben 1934
(Veröffentlichung gestattet mit freundlicher
Genehmigung durch das LAGB Sachsen-Anhalt);
bearbeitet durch Dr. S. König

Ausschnitt aus der Karte von BRATHUHN,
entworfen im Jahr 1857;
bearbeitet durch Dr. S. König

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Letzte Aktualisierung: Januar 2019) 


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