[123] Lichtloch 20 Z


1814 geteuftes Lichtloch des Zabenstedter Stollens in Gerbstedt

 

 



Objektbeschreibung

Quelle: Mansfeld - Die Geschichte des Berg- und Hüttenwesens - Band 3: Die Sachzeugen 

Lichtloch 20 Z in Gerbstedt 2006 (MansfeldBand3)
Lichtloch 20 Z in Gerbstedt
vor 1970 (MansfeldBand3)

Das Lichtloch 20 Z (LL 20 Z) ist ein Lichtloch des Zabenstedter Stollens, das bereits 1814 geteuft wurde. Es wurde aber schon 1820 wieder verfüllt

Die Versorgungslage mit Trinkwasser in Gerbstedt, wo infolge der Vortriebsarbeiten im Zabenstedter Stollen viele Brunnen versiegten, führte im Jahre 1824 zur Entscheidung, dieses Lichtloch wieder aufzuwältigen und zur Wasserversorgung zu nutzen. Des weiteren wurde es während der Auffahrung des Schlüssel-Stollens genutzt.

Heute hat man über das Lichtloch 20 Zugang zum Zabenstedter und zum Schlüssel-Stollen, die hier im Abstand von 23,7 m übereinander liegen.

Das LL 20 hat einen Querschnitt von 2 x 2,6 m und eine Teufe von 87 m. Da es bei +163,5 m NN angesetzt wurde, erreichte es bei +98,2 m NN den Zabenstedter Stollen und bei +74,5 m NN das Füllort Schlüssel-Stollen.

Der Schlüssel-Stollen selbst liegt hier im Niveau +73,0 m NN. Das Lichtloch 20 förderte seit dem 19. Jahrhundert ein hartes Trink- und Brauchwasser für den Ort Gerbstedt. Es wurde weitestgehend dem Zabenstedter Stollen entnommen. Diese Lieferung von Wasser wurde erst im Jahr 1992 beendet, als der Wasserbedarf in der Region insgesamt zurückging und die Versorgung aus dem Fernwassernetz den Bedarf mit wesentlich weicherem Wasser abdecken konnte.

Das Lichtloch 20 Z ist heute ein zur Unterhaltung des Schlüssel-Stollens notwendiger Zugang zu diesem Stollen.

 

 

 

 

 

 

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