[211] Ehemalige Kiesgrube Hedersleben

Objektbeschreibung

Nördlicher Abraumhang der ehemaligen Kiesgrube Hedersleben (Foto Dr. S. König)

Bei diesem Geotop handelt es sich um eine ehemalige Kiesgrube. Die hier abgebauten Sande und Kiese stellen pleistozäne (eiszeitliche) Bildungen dar. Sie bedecken große Flächen des südöstlichen Harzvorlandes in mannigfaltiger lithofazieller Ausbildung und mit unterschiedlichen Mächtigkeiten. Ursache dafür ist der wiederholte Wechsel von Warm- und Kaltzeiten. Die im Geotop aufgeschlossenen Bodenbildungen von Löß und Schwemmlöß werden der Saale-Kaltzeit (Warthe-Stadium) zugeordnet. Die darüber anstehende Parabraunerde wird als eine Bildung der Eem-Warmzeit angesprochen.

Spalte im Abraumhang (Foto Dr. S. König)
Detailaufnahme des unteren Bereiches des östlichen Abgraumhangs; sichtbar Schichtgrenze zwischen schluffigen Sand (rostbraun) und grauem Feinsand mit Fuchsbau (Foto Dr. S. König)
Bodenprofil am östlichen Abraumhang (Foto Dr. S. König)
Ausschnitt aus der geologischen Karte von Preußen und benachbarten deutschen Ländern; Blatt Eisleben - herausgegeben 1930,
(Veröffentlichung gestattet mit freundlicher Genehmigung durch das LAGB Sachsen-Anhalt) ; bearbeitet Dr. S. König

(Letzte Aktualisierung: Januar 2019)

 


Weitere Informationen

  • Standortbeschreibung:

    Diese ehemalige Kiesgrube liegt ca. 400 m südlich der ausgebauten Verbindungsstraße zwischen Hedersleben und Dederstedt. Der zur Kiesgrube führende Zugangsweg ist für den Fahrzeugverkehr durch ein Tor gesichert.

  • Geodaten:
    51°32'35.08"N 11°39'40.42"E
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