[206] Rogensteinbruch Lengefeld


In einem Steinbruch ca. 1 km südlich der Ortschaft Lengefeld wird der im Unteren Buntsandstein vorkommende Rogenstein gewonnen. Im Steinbruch ist weiterhin eine gestörte Wechsellagerung von Tonsteinen und Sandsteinen aufgeschlossen. Deckgebirgsstockwerk, Sangerhäuser Revier.



Objektbeschreibung

Anschnitt einer Rogensteinbank, die an der Tagesoberfläche ausstreicht; am rechten Bildrand bereits abgebaute Rogensteinplatten (Foto Dr. S. König - 2007)

Die Gewinnung von Rogensteinen aus den Schichten des Unteren Buntsandsteins hat in Lengefeld eine lange Tradition. Er wurde früher in vielen kleinen Steinbrüchen gewonnen. Als Baumaterial fand er z. B. in Wohn- und Stallgebäuden, Kirchen und Mauern eine vielseitige Verwendung. Auf Grund seiner dünnbankigen Ausbildung wurden die Rogensteinplatten besonders gern zur Fassadenverkleidung genutzt.

Rogensteinplatte, ca. 3 cm mächtig (Foto Dr. S. König - 2007)

Bei dem Rogenstein handelt es sich um ein Kalk-Sedimentgestein. Der Rogenstein bildet sich in warmen Flachmeeren auf Grund einer Kalklösungs-Sättigung. Die Ähnlichkeit der konzentrisch aufgebauten Kalklagen mit einem Fischei, führte zu der Bezeichnung Rogenstein.  

Oberfläche eines Rogensteins, die Kalkkügelchen sind deutlich zu erkennen (Foto Dr. S. König - 2007)
Lagerungsstörung des Unteren Buntsandsteins im Steinbruch, im Bildhintergrund die Spitzkegelhalde „Hohe Linde“ des Thomas-Münzer-Schachtes (Foto Dr. S. König -2007)

(Letzte Aktualisierung: Januar 2019)

Weitere Informationen

  • Standortbeschreibung:

    Der Steinbruch ist umzäunt. Eine Betretung setzt die Einholung einer Genehmigung des Betreibers voraus. Eine Beschilderung und Absperrung ist vorhanden.

    Der Rogensteinbruch ist über einen Feldweg, der aus Ortslage Lengefeld nach Süden führt, gut zu erreichen. 

  • Geodaten:
    51°29'46.98"N 11°16'46.44"E
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