Zur Entwicklung der Grubenwehren im Mansfelder Kupferschieferbergbau

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4. Ausrüstung der Grubenwehr

Die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände waren die Atemschutzgeräte. Ihnen galt die besondere Aufmerksamkeit in Ausbildung und Einsatz, denn von ihrem Funktionieren hing in jedem Fall das Leben des Wehrmanns ab. Es handelte sich um Geräte, bei denen die Atemluft im Kreislauf geführt, von CO2 befreit und mit Sauerstoff angereichert wird. Die Menge der eingeatmeten Luft wird dabei entsprechend dem Bedarf des Geräteträgers lungenautomatisch gesteuert. Die Geräte erlaubten, je nach dem mitgeführten Sauerstoffvorrat, eine Benutzung von etwa 2 bis etwa 4 Stunden, in denen man völlig unabhängig von der Außenluft agieren konnte.

Die Spezialistengruppe Taucher benutzte Druckluftgeräte mit 1 bis 3 Vorratsflaschen, die ebenfalls lungenautomatisch gesteuert die Luft abgaben, deren ausgeatmete Luft aber entwich. Die Benutzungszeiten liegen je nach Luftvorrat und Tauchtiefe max. bei etwa 2 Stunden. Die Taucher waren als sog. Schwimmtaucher (Nassanzug) und als schwere Taucher (Konstantvolumenanzug, z.T. Taucherhelm) ausgebildet. Außerdem besaß die Grubenwehr für die Absicherung der Tauchereinsätze eine transportable und in Niederröblingen eine stationäre Druckkammer.

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