Zur Entwicklung der Grubenwehren im Mansfelder Kupferschieferbergbau

Beitragsseiten

Der hier eingestellte Artikel wurde vom Verfasser 2016 überarbeitet und inhaltlich wesentlich erweitert. Die umfangreiche Neufassung ist als pdf-Datei verfügbar

1. Vorbemerkung

Es ist keine Neuigkeit, dass der Beruf des Bergmanns, ja der Bergbau schlechthin lehrt, mit der Gefahr zu leben. Dies resultiert aus der Tätigkeit unter der Erdoberfläche, aus der Tätigkeit im künstlichen Licht und der räumlichen Enge mit den sich daraus ergebenden besonderen Bedingungen für die Ausführung sonst ganz banaler Tätigkeiten. Hinzu kommt die Notwendigkeit zur künstlichen Aufrechterhaltung der klimatischen Lebensbedingungen für den Menschen durch die Wetterführung, die oft ungenügende Kenntnis über die in der Grube und auf die Grube wirkenden natürlichen Einflussfaktoren wie Gebirgsdruck, Wasser- und Gaszutritt und dergleichen mehr. Diese Bedingungen, die sich mit zunehmender Teufe und Technisierung noch verschärften, führten zu allen Zeiten und in allen Bergbauzweigen zu Verlusten an Menschen und Material, ja ganzen Gruben. Der Kupferschieferbergbau stellte da keine Ausnahme dar. Hier sind neben Vorkommnissen durch Steinfall und im Förderprozess, den statistisch unfallträchtigsten Tätigkeiten, vor allem Gas- und Wasseraustritte, sowie Grubenbrände zu nennen. Letztere wirken sich besonders schwerwiegend auf die Lebensfunktionen des Bergmanns unter Tage aus, da sie Veränderungen in der Zusammensetzung der Wetter verursachen. Vor allem die Verringerung des Sauerstoffgehalts der Wetter unter den Normalwert von 21 Vol.- % und/oder die Beimischung von brennbaren oder giftigen Komponenten (Methan, Schwefelwasserstoff, Kohlenmonoxid) durch Gasaustritte oder Grubenbrand schränkten die Handlungsfähigkeit ein und führten in vielen Fällen zum Tode.

Drucken E-Mail

Kommentar verfassen nur für registrierte Nutzer nach Anmeldung - Gäste nutzen bitte die Kontaktadresse.