Der Beginn der Teufarbeiten des Dittrichschachtes am 31. Juli 1907

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Der Namensgeber des Schachtes

Gemäß eines Beschlusses der Deputation der Mansfeldschen Kupferschieferbauenden Gewerkschaft wurde dem neuen Schacht „in bleibender Erinnerung an die verdienstvolle Tätigkeit des Vorsitzenden der gewerkschaftlichen Deputation, des Leipziger Bürgermeisters Dr. Rudolf Dittrich, den Namen Dittrich gewidmet“.

Der Geheimrat Dr. jur. Rudolf Dittrich, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig von 14.9.1908 bis 31.12.1917, wurde auf dem Gewerkentag am 13.10.1903 in die Deputation der Mansfelder Kupferschieferbauenden Gewerkschaft gewählt. Dr. Dittrich trat in dieser Funktion die Nachfolge des Leipziger Oberbürgermeisters Dr. Georgi an, der seit 1877 die Interessen der Stadt Leipzig in der Deputation vertreten hatte. Die im Stadtarchiv Leipzig durchgeführten Recherchen, über deren Ergebnisse in einem gesonderten Artikel berichtet wird, verdeutlichen den großen Einfluss der Stadt Leipzig auf die Mansfelder Kupferschieferbauenden Gewerkschaft. So verfügte die Stadt Leipzig im Jahr 1903 immerhin über ca. 14% der Anteile (Kuxe) der Gewerkschaft. Die Gewerkschaft wurde von einer Deputation geführt, deren Mitglied Dr. Dittrich von 1903 bis 1920 war. An der Schachttaufe nahm Dr. Dittrich nicht teil. In den Akten ist nur ein Glückwunschtelegramm überliefert, welches er anlässlich der Schachttaufe sendete.

 

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