Mansfelder Berg- und Hüttenkleidung

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Die Kleidung um das Jahr 1750

Schieferhauer und Markscheider um 1750

Abermals sind 200 Jahre vergangen. Hier, aus der Mitte des 18. Jahrh., sind uns einige Abbildungen überliefert. Da ist einmal die, wie es heißt,

„Zeichnung der in der St.Andreas-Kirche zu Eisleben an der Brüstung der Emporkirche für die Berg- und Hüttenoffizianten (der Lutherkanzel gegenüber) befindlichen Figuren von ca. 18 Zoll Höhe“.

Uns interessiert dabei dieser Berghauer in seiner Tracht. Diese ist einfach und wahrseheinlich keiner genauen Vorschrift unterworfen. Der blusige Kittel, an welchem der Sehulterkragen angeschnitten ist, zeigt nur vorn eine Reihe eng angesetzter Knöpfe. Die Brusttaschen und die Ärmelpatten fehlen noch. Das Fahrleder ist umgebunden. Die weiße Klappmütze zeigt das sächsische Modell. Eine weiße Kniehose und grobwollene Strümpfe bilden den Abschluß nach unten. Die Keilhaue und die Froschlampe vervollständigen die Ausrüstung.

Die zweite Figur zeigt uns einen Markscheider, entnommen einem alten Grubenriß. Dieser ist bekleidet mit einem weiten, auch eng mit Knöpfen besetzten schwarzen oder dunkelgrauen Rock, einer Klappmütze von der gleichen Farbe und einer roten, enggeknöpften Weste. Das Leder ist geschnallt, das Schloß zeigt die Bergbauinsignien Die Farbe der Kniehose ist wahrscheinlich beliebig. Weiße Strümpfe und Halbschuhe bilden den Abschluß. Das Lachtermaß und die Meßkette vervollständigen das Bild, welches durch das Alter des Originals in den Farben nur schwer zu erkennen ist.  

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