Mansfelder Berg- und Hüttenkleidung

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Die Kleidung um das Jahr 1930

Mansfelder Bergmannsschützen - Gerbstedt um 1930

Das Jahr 1848 hatte auch im Mansfeldschen zur Bildung von Bürgerwehren geführt. Als diese jedoch im Oktober desselben Jahres wieder aufgehoben wurden, bildeten sich aus den Angehörigen dieser Formationen die Schützengesellschaften. Aus diesen lösten sich die Berg-und Hüttenleute, welche ehemals den Bürgerkompanien angehört hatten und schlossen sich zu selbstständigen Bergmanns-Schützengesellschaften zusammen.

Unter diesen ist die zu Gerbstedt die Älteste. Es folgen dann weitere, so in Hettstedt 1857, Sandersleben 1866, und in der Folge noch Siersleben und Augsdorf. Wir bleiben hier bei den Gerbstedtern, deren Uniform 1930 unser Bild zeigt.

Schwierigkeiten zur Beschaffung einer solchen bestanden kaum. Einen Bergmannskittel mit der dazugehörigen Mütze besaß zu dieser Zeit so gut wie jeder Angehörige der „Gewerkschaft“. Die Chargierten zeichneten sich, wie hier der Hauptmann, durch Epauletten mit Fransen, Feldbinde und Schleppsäbel aus. Sie trugen auch die schwarze Hose, während den Mannschaften die weiße vorbehalten war.

Die Schützenfeste mit dem Königsschießen bildeten jährlich die Höhepunkte nicht nur der Schützengesellschaften selbst, sondern der Einwohnerschaft der betreffenden Orte, wo diese bestanden.

Das Ende des Zweiten Weltkrieges brachte auch das Ende dieser Bergmannsschützengesellschaften.

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