Die Kalidrahtseilbahn zwischen Eisleben und Unterrißdorf

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Über die Betriebszeit

Schon nach kurzer Betriebsdauer der Drahtseilbahn musste man feststellen, dass das vorgesehene Gewicht der Seilbahnkübel von 750 kg und damit auch die geplante Förderleistung von 8,6 t/h nicht erreicht wurde. Aus diesem Grund erhöhte man die Anzahl der umlaufenden Seilbahnkübel. Dadurch war es möglich, dass alle 24 Sekunden auf den beiden Endstationen ein Kübel ein- bzw. auslief. Die Förderleistung wurde dadurch auf 9,3 t/h erhöht.

Die Geschwindigkeit der Drahtseilbahn betrug 2,0 bis 2,3 m/s. Ab dem Jahr 1914 transportierte die Drahtseilbahn auch Kohle zum Wolf- und Dittrichschacht.

Die Betriebskosten für die Drahtseilbahn mussten vom Dittrichschacht vorschussweise getragen werden. Die Nutzer der Seilbahn (z. B. Kalifabrik Eisleben, Wolfschacht) vergüteten dem Dittrichschacht die in ihrem jeweiligen Betrieb anfallenden Transportleistungen der Drahtseilbahn.

Entladung von Salzkübeln in der Kalifabrik Eisleben

Der Transport von Kalisalzen zur Kalifabrik und der Rücktransport von schlammigen Rückständen aus der Kalisalzverarbeitung für die untertägigen Versatzarbeiten im Dittrichschacht führten zu häufigen Vegetationsschäden im Bereich der Drahtseilbahntrasse. In zahlreichen Aktenbeständen sind diese Schäden, u. a. durch den Markscheider Dahlmann, akribisch aufgelistet. Ursache dafür waren neben austropfenden Laugen aus den schlammigen Rückstandsmaterialien auch herunterfallende Salzstücke.

Mehrfach kam es vor, dass Kübel auf Grund technischer Havarien ihre gesamte Salzfracht über den Feldern auskippten bzw. abstürzten. Im Jahr 1916 verlangte der Gutsbesitzer Lehmann aus Unterrißdorf Entschädigung für eingetretene Schäden durch den Betrieb der Drahtseilbahn. Er führte an, dass mehrfach Kübel auf seinen Grundstücken im Nonnental abgestürzt waren.

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