2008-1 Zwei große Katastrophen auf dem Zirkelschacht

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Erinnerungen

Welche Erinnerungen verbinden den Leser heute mit dem Bergjahr 1907? Natürlich die ereignisreiche Festwoche im Sommer 2007 in Unterrißdorf, anlässlich des Teufbeginns des Dittrichschachtes vor 100 Jahren. Oder die Einweihung des im jahr 2007 übergebenen Wandeweges auf die Halde des Zirkelschachtes.

Abschließend soll noch daran erinnert werden, dass ein einzigartiges Geotop, ein wassergefüllter Erdfall am Bindersee, auch noch heute an die hydrogeologischen Ereignisse vor 100 Jahren im Zirkelschacht hinweist. In den Jahren 1961/1962 und 1968 konnten im Rahmen hydrogeologischer Untersuchungen eindeutige Beweise erbracht werden, dass die im Grubenfeld des Zirkelschachtes ausfließenden Karstwasser aus dem Bereich dieses Erdfalls und damit aus dem Gebiet des ehemaligen Salzigen Sees kamen. Zurückblickend kann man aus heutiger Sicht feststellen, dass das Mansfelder Montanwesen die Folgen der Katastrophen des Jahres 1907 in relativ kurzer Zeit in den Griff bekam. So wurden das Wasserhaltungssystem in der Mansfelder Mulde weiter ausgebaut, die Sicherheitseinrichtungen der Schachtförderanlagen wesentlich verbessert und die neu abgeteuften Förderschächte an das Streckennetz der Mansfelder Bergwerksbahn angeschlossen. Was aber nicht rückgänig gemacht werden konnte, waren die Ereignisse die im Bergjahr 1907 zu den tödlichen Unfällen geführt haben und das damit verbundene schmerzvolle Leid für viele Mansfelder Bergmannsfamilien.

01/2019

 

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