EIN BESUCH UNTER TAGE
Mit dem Ende des Kupferschieferbergbaus im südöstlichen Harzvorland wurden die Grubenfelder in der Mansfelder Mulde und im Revier Sangerhausen im Zuge der Verwahrung weitgehend geflutet. Im Schaubergwerk Röhrigschacht sind auch heute noch einige lufterfüllte Bereiche des Altbergbaus oberhalb des gefluteten Grubenfeldes zugänglich. Die vom Schaubergwerk Röhrigschacht angebotenen untertägigen Touren in diesen Bereichen stehen Besuchern offen. Andere Bereiche werden im Zuge von Sicherheitskontrollen nur von Fachleuten befahren. Hier haben Besucher keinen Zutritt. In diesem Abschnitt der Kupferspuren sind Aufnahmen aus den noch heute zugänglichen Grubenbauten zusammengestellt. Wem es nicht vergönnt ist, solche Bereiche zu befahren, erhält so einen kleinen Einblick in die aktuelle „Mansfelder Unterwelt“.
IM GONNAER STOLLEN – UMBRUCHSORT GONNA
Die Aufnahmen dieses Beitrages im Umbruchsort des Gonnaer Stollens unter der Gemeinde Gonna sind während einer Kontrollbefahrung im August 2026 entstanden. Im Zuge von Rekonstruktionsmaßnahmen, deren vermutlich umfangreichste zwischen 1832 und 1839 vorgenommen wurden, sind vom Lichtloch 7 bis zum Lichtloch 12 die bei dieser Befahrung besuchten Stollenteile neu entstanden.
Der Gonnaer Stollen im Sangerhäuser Revier wurde 1542 begonnen. Das Mundloch auf 182,6 m über NN befindet sich südlich der Gemeinde Gonna am gleichnamigen Bach. Der Stollen hat eine Gesamtlänge von 13 km.
Im Zuge von Rekonstruktionsmaßnahmen, deren vermutlich umfangreichste zwischen 1832 und 1839 vorgenommen wurden, sind vom Lichtloch 7 bis zum Lichtloch 12 ganze Stollenteile neu entstanden. Die zwischen den Lichtlöchern 8 und 12 gefahrene Parallelstrecke ermöglichte das Abwerfen des älteren Stollenabschnitts. Dort wurde das Profil von etwa 0,8 m x 1,3 m auf rd. 1 m x 2 m erweitert.
Die Aufnahmen entstanden im August 2026 in diesem Umbruchsort (Umfahrung des abgeworfenen Stollenabschnitts) anlässlich einer Kontrollbefahrung durch das Bergamt. Eingefahren wurde kurz vor dem Lichtloch 8 über einen vor einigen Jahren neu aufgefahrenen Zugang. Der Stollen wurde bis kurz hinter Lichtloch 14 befahren. Die Bilder der Diaschau sind entlang dieses Wegs entstanden und von Lichtloch 8 beginnend in Richtung Lichtloch 14 geordnet. Der auf Bild 211 sichtbare Verbau mit Schienen kennzeichnet das Ende der kontrollierten Strecke; von dort ging es zurück zum Ausgangspunkt der Tour (Bild 282). Die Filmclips entstanden auf dem Rückweg. Bemerkenswert sind die steinernen Markscheidertafeln aus der Zeit des Auffahrens der Umgehung und Fotos, die Überfahrungen älterer Stollen zeigen. Das Bildmaterial haben wir Kam. Thomas Wäsche zu verdanken.
zu unserem Objekt [171] Gonnaer Stollen
Diaschau und Filmclip sind derzeit noch als Vorauswahl eingestellt.
09/2026
IM SEGEN-GOTTES-STOLLEN
Der Segen-Gottes-Stollen im Sangerhäuser Revier wurde 1830 zur Erschließung eines neuen Abbaufeldes begonnen. Die Aufnahmen entstanden im Juli 2024 im Rahmen einer Kontrollbefahrung ausgehend vom Röhrigschacht. Kam. Thomas Wäsche hat die Fotos geschossen.
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SCHLOTTEN DES SANGERHÄUSER ALTBERGBAUS
Eine Besonderheit des Mansfelder Bergbaus sind untertägige Hohlräume, die durch Auslaugungsprozesse im Gestein entstanden sind. Sie stellen ein geologisches Phänomen dar, das eng mit der Geschichte und den Herausforderungen des regionalen Kupferschieferbergbaus verknüpft ist. Im Beitrag werden Aufnahmen von untertägigen Touren gezeigt, die vom Schaubergwerk Röhrigschacht Wettelrode unter dem Motto "Auf in die Tiefen des Röhrigschachts!" angeboten werden. Links zu weiterführenden Beiträgen ergänzen das Informationsangebot zu diesem Thema.




