Der Tag des Bergmanns

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Der Tag des Bergmanns zur Zeit der DDR

Das erste Wochenende im Juli war für Bergleute und Hüttenleute und deren Familien ein besonderer Höhepunkt und wurde stets lang herbeigesehnt. Am Freitag gab es das Bergmannstreuegeld, allgemein als „Dividende“ bezeichnet. Viele Frauen fuhren zu den Schächten und Hütten, um das Geld zu kassieren, ihre Männer abzuholen und gleich einzukaufen. In den Lohnhallen spielten die Werkskapellen und Verkaufstände boten Waren des täglichen Bedarfs. Fast immer waren auch die sowjetischen Garnisonen mit Angeboten zu sehen und dicht umlagert. Neben überwiegend ostdeutschen Produkten gab es dort auch gelegentlich echten Krim-Sekt und Südfrüchte (in Dosen). Am Abend und den folgenden beiden Tagen fanden in den Kulturhäusern eine Vielzahl von Feiern und nicht nur offizielle Veranstaltungen statt. Die Brigaden pflegten ausgiebig die Ideale alter bergmännischer Kameradschaft. Es reichte meist nicht nur ein Glas Bier, um Freude und Frust von der Leber zu reden. Vom Gewerkschaftsbund wurden zur Finanzierung von 1951 bis 1983 jährlich Abzeichen mit Bezug zum Bergmannstag verkauft, die zum freien Eintritt der meisten Veranstaltungen berechtigten. Diese sind häufig gesuchte Sammelobjekte. Vorläufer war die Plakette zum 750-jährigen Jubiläum des Mansfelder Kupferschieferbergbaus im Jahre 1950, die heute kaum mehr zu finden ist. Auch diese berechtigte zum freien Eintritt zu allen öffentlichen Veranstaltungen in Eisleben und den Festorten.

Plakette zum 750-jährigen Jubiläum
 

 

 

 

 

 

Inschrift: 750 Jahre Mansfelder Kupferschieferbergbau, VEB 1200 - 1950 Originalgröße: 3,5 cm Durchmesser, Messingblech

 

 

 

 

 

 

 

 

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